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Dunkelheit. Die schwarzen Juwelen 1

von Anne Bishop

Inhalt

Daemon selbst ist, wie viele Männer seiner Zeit, ein Lustsklave, der von Königshof zu Königshof geschickt wird um den Hexen dort zu Diensten zu sein. Dasselbe Schicksal erlebt auch Lucivar, Daemons Halbbruder, der an einem anderen Hof unter einer grausamen Herrschaft steht.

In der Höllt darbt derweil der Höllenfürst vor sich hin. Auch er leidet unter dem Verfall der Welt der Lebenden.

Dann taucht eines Tages ein junges Mädchen bei ihm auf, Jaenelle. Sie kann Dinge vollbringen, die er noch nie eine Hexe hat tun sehen, schon gar keine junge, unausgebildete Hexe. Er zieht die richtigen Schlüsse: Jaenelle ist die Auserwählte, auf die alle so lange gewartet haben. Doch sie ist noch ein Kind, gerade einmal zwölf Jahre alt, und damit sehr verwundbar.

Sowohl Saetan, der Höllenfürst, als auch Daemon versuchen das Leben Jaenelles für eine bessere Zukunft zu beschützen. Die Frage ist jedoch: Wird ihnen das in einer von Machtgier und Perversion zersetzten Welt gelingen?

 

Einige Erklärungen

Fantasywelten sind häufig sehr komplex. Um einen etwas tieferen Einblick in diese Welt bekommen zu können, hier einige Erklärungen:

Wie aus der Inhaltsangabe bereits hervorgeht ist dies eine von Frauen dominierte Welt. Diese Frauen werden als Hexen geboren und ausgebildet. Wenn sie soweit sind (d.h. wenn ihre Regelblutung einsetzt), bringen sie der Dunkelheit ein Opfer dar und sind dann vollwertige Hexen. Eine Hexe kann jedoch gebrochen werden, solange sie dieses Opfer noch nicht gebracht hat. Eine Hexe brechen bedeutet: Sie muss vergewaltigt werden, damit ihr Geist an den Rand ihrer Wahrnehmung verrückt wird und sie so in den Wahnsinn, auch genannt Schattenwelt, abrutscht. Geschieht dies, wird sie nie mehr eine Hexe werden können.

Da es viele sehr grausame Hexen gibt, welche die Männer unterjochen und sich an ihrem Leid erfreuen, haben es sich einige Männer quasi zur Aufgabe gemacht, junge Hexen zu zerbrechen, um die Macht der Hexen allgemein zu schwächen. Auch dies ist eine Gefahr, der Jaenelle ausgesetzt ist, da sie wegen ihrem jungen Alter das Opfer noch nicht darbringen konnte.

Die meisten Männer leben unbehelligt. Ihre Zauberkräfte sind für gewöhnlich geringer als die ihrer Ehefrauen, und sie unterstehen der Königin ihres Territoriums. Zu mächtige Männer werden durch einen Ring des Gehorsams unter Kontrolle gehalten und als Sexsklaven an den Höfen der Königinnen gehalten.

Jede Hexe und jeder Mann bekommen bei ihrer Geburt ein Juwel zugestanden, welches die Macht ihrer Zauberkräfte ausdrückt. Je dunkler das Juwel ist, desto mächtiger ist die Person. Es gibt folgende Juwelen:

Weiß
Gelb
Tigerauge
Rose
Aquamarin
Purpur
Opal (Trennlinie zwischen hellen und dunklen Juwelen)
Grün
Saphir
Rot
Grau
Schwarzgrau
Schwarz

Nach dem Opfer an die Dunkelheit kann jede Hexe maximal drei Juwelen aufsteigen. Das heißt wer laut Geburtsrecht ein weißes Juwel hat kann nach dem Opfer höchstens ein Rose-Juwel haben.

Review

Wie man erkennen kann ist diese Welt sehr komplex, aber auch hochinteressant. Ich muss sagen, dass mich der Aspekt männlicher Unterwürfigkeit am Anfang schon sehr gereizt hat. Die Umsetzung finde ich dann noch interessanter. Statt einer sinnvollen Herrschaft sind es tatsächlich die Frauen, die in diesem Buch eine Schreckensherrschaft führen und die Männer (zumindest die Hauptfiguren, auch hier gibt es Ausnahmen) sind eher die Sympathiefiguren, mit denen man häufig Mitleid hat.

Ich empfehle dieses Buch ausdrücklich NICHT für schwache Gemüter. Teilweise ist es grauenhafter als jeder Horrorfilm, viele Grausamkeiten und Perversionen werden bis ins kleinste Detail beschrieben und sind nicht eben gut zu ertragen wenn man zu einem schwachen Magen neigt.

Auch würde ich offen gesagt Männern ganz deutlich davon abraten dieses Buch zu lesen, denn manche Szenen sind wirklich nicht für Männer geeignet (speziell die Szenen, in denen Gewalt gegen Männer angewendet wird).

Gewalt und Perversion spielen hier also wirklich eine ganz entscheidende Rolle. Keinen Moment kann der Leser daran zweifeln, dass dies eine verkommene Welt ist. Umso beeindruckender finde ich die Konsequenz, mit der die Autorin ihre Darstellung durchzieht. Denn es ist dem Leser absolut klar, warum Jaenelle die einzige Hoffnung vieler Menschen ist, wieder in einer besseren Welt zu leben.

Daher sollte nicht jeder den Roman wegen dieser Aspekte von vornherein ablehnen. Die Gewalt wird nicht einfach als brutale Form des Ausdrucks physischer Angriffe dargestellt, sondern vielmehr als normaler Umgang von Menschen untereinander. Wer sich dagegen auflehnt, fällt auf und soll ruhig gestellt werden. Deshalb ist dieser Roman so beeindruckend, man wünscht sich für die Hauptfiguren, dass sie es schaffen diese falsche Welt wieder zu einer guten Welt zu machen.

"Dunkelheit" ist der erste Band einer Trilogie, die "Die schwarzen Juwelen" heißt. Die beiden Nachfolgebände "Dämmerung" und "Schatten" sind noch nicht erschienen, folgen aber in den nächsten Monaten.

Anne Bishops Schreibstil ist wirklich sehr deutlich. Sie schmückt zwar sehr viel aus, man kann ihr aber jederzeit ohne Probleme folgen, auch wenn die von ihr geschaffene Welt noch so kompliziert ist. Vor allem stellt sie, was ich immer sehr bewundere, jede ihrer Figuren schonungslos mit ihren Schwächen und Vorzügen dar, so dass sie dem Leser wirklich emotional realistisch vorkommen können, auch wenn sie teilweise etwas überzogen stilisiert werden. Der Roman rutscht niemals ins klischeehafte oder in Kitsch ab.

9 von 9 Punkten!

(ursprünglich veröffentlicht: http://www.myfanbase.de/index.php?mid=1014&tid=385, Copyright liegt bei MyFanbase!)

2.10.07 16:29
 


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